Der Umweltgarten in Taufkirchen

von Alexandra Piwak

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Der Umweltgarten und seine Bereiche

Duft- und Kräutergarten
Insektengarten, Teichbereich
Rosengarten
Bauerngarten, Steingarten und Kräuterschnecke
Kompostbereich
Sinnespfad
Trockenmauer, Blumenwiese
Schaukasten

 

Wer Interesse hat mitzuarbeiten oder wer Fragen zu bestimmten Gartenbereichen hat, kann sich entweder bei den jeweiligen Ansprechpartnern oder beim Umweltamt, Frau Theimer, Tel.: 089-666722-250/251/252 melden.

 

 

Der Hachinger Bach in Taufkirchen

csm_DSC00290_02c1e59bfcSohlrampe am Mühlweg

csm_DSC00658_77461ebb63Teilstück Tölzer Straße/Richtung Mühlweg

csm_BachEisdiele_c894a36e51Der renaturierte Bach an der Eisdiele

csm_BachHeimgartenII_c2832dba2bRenaturierung am Heimgarten

csm_Feuchtwiesen_e98b53615cFeuchtwiesen mit Wiesenknöterich

csm_Perlmuttfalter_da2434f857Randringperlmuttfalter

Der Hachinger Bach entspringt in einer ehemaligen Gletscherabflussrinne zwischen Deisenhofen und Oberhaching. Er ist das einzige Gewässer, das in der Münchner Schotterebene seine Quelle hat. Seine Laufstrecke im Münchner Süden beträgt ca. 15 Kilometer und ist der größte oberirdische Abfluss der Münchner Schotterebene. Auf einer Länge von 2,8 km fließt er durch Taufkirchen. Neben ihm durchfließen die Münchner Schotterebene nur noch die Isar und die Würm. Sein Wasserstand ist aufgrund der geologischen Verhältnisse eng an den Grundwasserstand gebunden und wird in seinem Oberlauf zwischen Deisenhofen bis südlich Taufkirchen vom Grundwasser aus der Münchner Schotterebene gespeist. Die Talsohle liegt in diesem Bereich tiefer als der mittlere Grundwasserstand, so dass hier Grundwasser in den Bach austreten kann. Er durchfließt die Münchner Schotterebene parallel zur Isar in nördlicher Richtung bis nach München-Perlach. Nordwestlich des Michaelibades wurde der Bach früher versickert. Mittlerweile fließt er in einem Rohr bis zum sogenannten Hüllgraben, nördlich der Gleisanlagen München-Ost.
Die Gewässergüte des Hachinger Baches ist sehr gut und wird mit der Güteklasse I bis II ausgewiesen.

Seit 2005 haben in Taufkirchen am Bach etliche Renaturierungen (basierend auf dem Gewässerentwicklungsplan) stattgefunden. Ziel war und ist es, den Bach wieder naturnäher zu gestalten. Dazu gehört es Abstürze in Sohlrampen umzubauen um die Durchgängigkeit für die Wasserlebewesen wieder herzustellen oder den Bach wieder in eine natürlichere, mäandernde Fließform zu führen.

Zu besichtigen sind diese an folgenden Orten:

- Tölzer Straße /Ecke Mühlweg: Rückbau einer Sohlrampe

- Gegenüber der Eisdiele/Münchner Straße

- Am Heimgarten

Nur in Taufkirchen begleiten den Hachinger Bach zum Teil noch die als hochwertig eingestuften Feuchtwiesen. In diesem Bereich von über 19 Hektar befinden sich Feucht -und Naßwiesen unterschiedlicher Nässestufen und Nährstoffversorgung, sowie Seggenbestände und Hochstaudenfluren feuchter und nasser Standorte. Diese weisen einen bemerkenswerten Reichtum an Pflanzen -und Tierarten auf.

Aufgrund des aktuellen Vorkommens des Randring-Perlmuttfalters (Proglossiana eunomia), das nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand singulär für den gesamten Landkreis ist, ist das Gebiet von überregionaler Bedeutung für den Naturschutz. Entscheidend für das Überleben des Falters ist das Vorhandensein des Wiesenknöterichs(Polygonum bistorta). Dieser ist die bevorzugte Saugpflanze des Falters, dient als Eiablageplatz, Futter für die Raupen und Rückzugsmöglichkeit im Winter. Bei regelmäßiger Mahd der Knöterichbestände, wie sie früher teilweise in diesem Gebiet durchgeführt wurde, verschwindet der Wiesenknöterich allmählich. Deshalb wird nun die Pflege der Wiesen schrittweise so gestaltet, dass die Entwicklung des Gebiets im Sinne des Naturschutzes sichergestellt ist. Gleichzeitig soll aber auch ein naturnaher Erholungsraum für die Bevölkerung erhalten werden, der im Ballungsraum München von unschätzbarem Wert ist.